Bienvenue chez les Ch’tis

Die Posttruppe beim EssenAm 1. Januar 2009 sind wir den französischen Film “Bienvenue chez les Ch’tis” schauen gegangen. Ich habe zwar meine Vorbehalte was französische Filme angeht, hauptsächlich wegen der Sprache und schlechten Ferienerinnerungen. Aber das ist ein anderes Thema :-)

Der Filminhalt in der Kurzfassung: Ein Postdirektor im südlichen Teil von Frankreich, arbeitet hart für das Ziel, die Versetzung an die Cote d’Azur. Alle wollen dort hin. Daher versucht er alles um mit seiner Frau und seinem Kind dieses Ziel zu erreichen. Leider kommt es nicht so wie er das will, da er betrügt wird er in den Norden von Frankreich strafversetzt für mindestens 2 Jahre. Eine Höchststrafe für jeden Franzosen der südlich von Paris wohnt. Wie soll er dies nun seiner Frau “verkaufen”, da diese fest mit dem Süden rechnet. Und im Norden ist es ja so schlimm kalt, komische Leute, eine Sprache die keiner versteht und vulgär und provinziell sind sie ja auch noch. Ein Leben wie bei den Neandertalern. So besagt es das Klischee. Doch der Postdirektor Philippe Abrams (hervorragend gespielt von Kad Merad) erlebt ein ganz anderes Nordfrankreich. Seine Frau glaubt ihm natürlich nicht, als er ihr sagen möchte, dass es doch ganz schön ist in diesem Gebiet. So sagt er ihr eben was sie hören will: Es sei katastrophal im Norden. Als seine Frau nun doch noch plötzlich in den Norden kommen kommen will und bei ihm zu leben, muss er sich was einfallen lassen, denn mittlerweile hat er Freunde gefunden. Doch lasst euch überraschen…!Bei den trinkfreudigen Hausbesuchen

Soviel sei gesagt, ich habe schon lange nicht mehr bei einem Film so gelacht. Ehrlich. Wer bei diesem Film nicht lachen kann ist verloren. Ich lag im Kino fast am Boden vor gequitsche. :-) Es ist nicht mal ein dümmlicher Humor oder Humor unter der Gürtellinie, wie man in von den B-Komödien aus den USA gewohnt ist. Nein, der Humor spielt mit den Klischees des Landes, den Einwohnern und den Sonderbarkeiten die jede Region auf der Welt mit sich bringt. (Man schaue nur bei uns in der Schweiz die Zürcher und Basler oder Walliser) die Schauspieler tragen die Szenen ebenfalls, so dass die Witze nie wirklich plump oder billig wirken, sondern eine Situationskomik entsteht, die nun wirklich jeden zum Lachen bringen sollte. Ihre Mimik und Gestik sind herrlich. In diesem Film sind alle Figuren wirklich schön vom Regisseur gezeichnet. Jede Rolle kann sich zur Geltung bringen und hat einen eigenen Charakter, den man schnell in sein Herz schliesst. Jeder Schauspieler läuft zur Hochform auf. Wie gesagt, dieser Film muss geschaut werden. Am besten im Kino, da er aber nicht mehr überall läuft, sicher auf DVD. Und wie immer meine Empfehlung: Bitteschön Fillme im Originalton mit Untertitel schauen. Gerade bei diesem Film der mit der Aussprache arbeitet sowieso ein Muss.
Wichtig: Wenn der Abspann kommt nicht gleich aus dem Kino rennen. Es kommen die Outtakes des Filmes. Und nur schon diese Versprecher rechtfertigen meine Sterne :-) Die Polizei, dein Freund und Helfer
Wir haben uns köstlich amüsiert wie schon lange nicht mehr bei einem Film. Die Komödie des Jahres 2008. Es gibt bei mir 1 Stern Abzug, da ich im Mittelteil das Gefühl hatte, der Film macht die Witze nur noch auf Kosten der Aussprache der Bevölkerung. Dies wurde aber nach wenigen Minuten wieder besser und die Gags waren wieder vielfältiger. Daher 4 Sterne von mir. Und ein Gag sei speziell erwähnt. Ich sage nur: “I just call, to say I love you!” (Bar-Szene)

Adieu, mon Cherie!

 

 

Wertung ****

*=schlecht/*****=grossartig